FINK Frühintervention Neukölln Beratung und Therapie für junge Erwachsene
Über uns:
Neukölln ist der Berliner Bezirk mit dem niedrigsten Bildungsstand, der stärksten Abhängigkeit von Sozialleistungen und der größten Armutsgefährdung – jedoch mit einer sinkenden Tendenz. Die soziale Lage im Bezirk ist dabei sehr heterogen verteilt. Neukölln ist mit einem Altersdurchschnitt von 41,33 Jahren einer der jüngsten Berliner Bezirke. Das liegt vor allem an dem überdurchschnittlich hohen Anteil von Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Die Adoleszenz bezeichnet die Lebensphase im Übergang zwischen Kindheit und Erwachsenenalter und geht mit erheblichen biologischen und psychosozialen Veränderungen einher und birgt ein erhöhtes Risiko für das Auftreten psychischer Erkrankungen. Zunehmend zeigen Studien, dass für heranwachsende Patienten mit psychischen Erkrankungen spezifische Behandlungsangebote effektiver sind und eine erfolgreiche Behandlung in diesen biografisch wichtigen Jahren die Prognose der Patienten entscheidend begünstigt. Brüche in der psychiatrischen Versorgung (u.a. Behandlungslücken beim Übergang von der KJP in die Erwachsenenpsychiatrie) führen oft zu einer Behandlungsverzögerung und erhöhen zusätzlich das Risiko, chronisch psychisch zu erkranken (Kessler et al. 2012b, Karow et al. 2013, Lambert et al. 2013). Folgen sind die oft frühzeitige Entwicklung einer schweren psychischen Erkrankung mit einer hohen und langfristigen Krankheitslast für die Betroffenen und ihre Angehörigen sowie hohe direkte und indirekte Kosten für die Gesellschaft (Gore et al. 2011, Vos et al. 2012). Unter dem Namen FINK (Frühintervention Neukölln) haben wir nun 2019 unser Behandlungsangebot für junge Patienten*innen in unserer psychiatrischen Abteilung zusammengefasst. Es setzt vor allem auf niedrigschwellige einzel- und gruppentherapeutische Angebote und bietet einerseits die frühzeitige Erfassung und entsprechende Hilfestellung in seelischen Krisen. Ein besonderes Augenmerk gilt dabei den Adoleszenz spezifischen Entwicklungsaufgaben, welche oftmals als herausfordernd erlebt werden und häufig vorschnell pathologisiert werden. Eine Identifikation mit einer Diagnose und damit Verlust auf eigenen Veränderungskompetenzen kann dann gravierende Einschnitte in der aktuellen, aber auch zukünftigen Lebensführung bedeuten. FINK setzt mit seinem problemzentrierten Angebot auf eine ganzheitliche Erfassung der aktuellen Situation. In den vielfältigen therapeutischen Angeboten werden jegliche Problemfelder besprechbar gemacht und bewusste und unbewusste Konfliktsituation versucht zu lösen.
Angebote:
- Analytische Psychotherapie
- Angehörigenberatung
- Angeleitete Gesprächsgruppen
- Diagnostik
- Ergotherapie
- Ex-In
- Fachkräftefortbildungen
- Frühintervention
- Klinik für Psychiatrie
- Krisendienst
- Prävention
- Psychiatrische Institutsambulanz
- Psychotherapeutische Beratung
- Stationäre Behandlung
- Stationsäquivalente Behandlung
- Systemische Beratung
- Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie
- Verhaltenstherapie
- Weitervermittlung an passende Anlaufstellen
Fokus:
- Bipolare affektive Störung
- Depression
- Manie
- Persönlichkeitsstörungen
- Psychopharmaka
- Psychose
- Schizophrenie
- Soziale Phobie
- Störungen des Sozialverhaltens
- Suizid
- Zwangsstörung
Zusätzliche Expertise:
- Abhängigkeit
- Achtsamkeit
- ADHS
- Adoleszenzpsychiatrie
- Alkohol
- Alter
- Beziehung
- Drogen
- Entwicklungsaufgaben
- Familie
- Gender
- Geschlechtsidentität
- Impulskontrolle
- medizinische Transition
- Psychose-Früherkennung
- Psychose-Prodromalstadium
- PTBS
- Selbstverletzendes Verhalten
- Sexualpräferenz
- Trennung
Wir sind da für:
- Angehörige
- Betroffene
Spezifischere Zielgruppe:
- Alleinerziehende Mütter
- Alleinerziehende Väter
- Angehörige
- Erwachsene
- Frauen
- Gewaltbetroffene
- Intergeschlechtliche Personen
- Junge Erwachsene
- Lesbische Personen
- Männer
- Menschen mit Psychatrieerfahrung
- Migrant:innen
- Nonbinäre Personen
- Personen mit Behinderungen
- Queere Personen
- Schwule Personen
- Transfrauen
- Transmänner
